[ 1. ] André Heller - Uhren gibt es nicht mehr
Zsolnay Verlag; € 18,50

Worauf kommt es an im Leben? 102 Jahre alt ist Elisabeth Heller, und langsam, so sagt sie in den Gesprächen, die sie mit ihrem Sohn André in den vergangenen Monaten geführt hat, geht es ans Verabschieden. "Innerlich sieht man sich noch jung und freut sich auf den nächsten Tag", sagt die alte Dame, die geboren wurde, als der Erste Weltkrieg ausbrach, und die mit gerade 19 den Süßwarenfabrikanten Stephan Heller heiratete. Ein anderes Mal wünscht sie sich, "dass das Körperwerkl in Gottesnamen auslaufen soll" und erzählt dann munter über einen Selbstmordversuch aus Liebe und über Lehár am Klavier in Bad Ischl. Ein kleines Buch von großer Weisheit, würdevoll, poetisch, komisch. Und das Dokument einer späten Liebe und großen Offenheit zwischen Mutter und Sohn.Multimediakünstler und Autor André Heller im Gespräch mit seiner Mutter - ein Buch voller Weisheit, Poesie und Witz
[ 2. ] Hugo Portisch - Leben mit Trump
Ecowin Verlag; € 20,00

Nie zuvor war die Welt so unberechenbar und mit so vielen Problemen konfrontiert wie heute. Mit der Wahl Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten ist die Lage noch schwieriger geworden.

Wird sich das Gleichgewicht zwischen den Supermächten USA und Russland verlagern?
Was passiert nun in den Krisen- und Kriegsregionen der Welt?
Wie reagieren die Länder Europas auf die amerikanische Politik?
Und was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns?
Hugo Portisch erklärt die unübersichtliche weltpolitische Lage und macht sich Gedanken zur neuen Weltordnung.
[ 3. ] Elisabeth Badinter - Maria Theresia
Zsolnay Verlag; € 24,70

Sie war intelligent, energisch, schön, charmant; gleichzeitig war sie intolerant, stur, anti-intellektuell: Gewiss war Maria Theresia jedoch 1740 mit 23 nicht darauf vorbereitet, die Herrscherin des größten, aber auch fragilsten Reichs in Europa zu werden. Dennoch regierte sie die Habsburgermonarchie vierzig Jahre lang, war eine der mächtigsten Herrscherinnen Europas, dazu Mutter von 16 Kindern. In ihrer blendend geschriebenen Biographie eröffnet die aus Frankreich stammende feministische Autorin und Historikerin Élisabeth Badinter eine neue Sicht auf die starke Frau Maria Theresia, die zu einem Symbol habsburgischer Politik wurde und wie kaum eine Frau die Geschichte von Österreich prägte.Die große Biographie zum 300. Geburtstag: Kaiserin Maria Theresia aus Sicht der bekannten feministischen Autorin Élisabeth Badinter.
[ 4. ] Philipp Blom - Die Welt aus den Angeln
Hanser; € 24,70

Lange kalte Winter und kurze kühle Sommer: Im 17. Jahrhundert veränderte sich das Klima in Europa dramatisch. Das Getreide wurde knapp, Wirtschaft und Gesellschaft torkelten in eine tiefe Krise. Die Kleine Eiszeit vermittelt uns eine Vorstellung von den schweren Verwerfungen, die ein Klimawandel auslöst. Die Menschen versuchten sich mit Hilfe von Aufklärung, Wissenschaft und Technik aus der Abhängigkeit von der Natur zu befreien. Aber heute stößt diese moderne Welt an ihre Grenzen, weil sie eine erneute Klimakatastrophe heraufbeschwört. Philipp Blom entfaltet ein großartiges historisches Panorama, in dem wir die Herausforderungen der Gegenwart erkennen.Philipp Blom, einer der wichtigsten Historiker unserer Zeit, über die Entstehung der modernen Welt - ein großartiges historisches Panorama.
[ 5. ] Umberto Eco - Pape Satàn
Hanser; € 20,60

Menschen, die ihre Handys verschlingen, Bücher, die die Existenz Napoleons bestreiten und Seeräuber, die vorbildliche Kapitalisten abgeben - so absurd die Phänomene der modernen Gesellschaft erscheinen mögen, sie werfen dringliche Fragen auf: Blüht auf dem Boden einer überkorrekten Politik ein neuer Rassismus? Kann man sich im digitalen Dschungel durchschlagen, ohne völlig den Kopf zu verlieren? Ecos Antworten lassen das Röntgenbild einer modernen Gesellschaft entstehen, sie sind ein letztes Geschenk an seine Leser - scharfsinnig, witzig und immer erhellend. "Pape Satàn" ist ein Buch, das belebend wirkt wie ein gutes Gespräch, und es ist eine Liebeserklärung an das Lesen.Kaum jemand kann die Zeichen der Gesellschaft, Politik und Kultur besser lesen als Umberto Eco. Ein letztes Geschenk an seine Leser.
[ 6. ] Barbara Stöckl - Was wirklich zählt
Amalthea Verlag; € 20,00

Man kann gegen die Lebensangst ankämpfen. Durch ein bewusstes Leben im Hier und Jetzt. Durch Achtsamkeit auf die kleinen Momente, die im Leben den großen Unterschied machen. Durch den Genuss des Augenblickes.
Durch das Öffnen des Herzens und das Zulassen von Freude und Empathie. Mehr denn je brauchen wir die Kraft positiver Gedanken als gesellschaftliches Bindemittel, als Kitt für unsere Gesellschaft.
Denn in der heutigen Zeit fühlen wir uns oft bedroht von negativen Nachrichten: Terror, Fremde, sozialer Abstieg, Krankheit und Einsamkeit; vom Zerfall der Gesellschaft und dem Verlust lange gehegter Sicherheiten. Ängste sind zwar individuell, aber ansteckend. Vor allem durch die gesellschaftliche Stimmung in den Medien, in der Familie, im Freundeskreis und im Beruf. Sich diesen Ängsten dauerhaft hinzugeben, ist gesundheitsschädlich und hat negative Auswirkungen auf das gesamte Leben. Barbara Stöckl schreibt seit fünf Jahren in der "Kronen Zeitung" über das, was im Leben wirklich zählt. Sie ermutigt, auch in schweren Zeiten nicht die Hoffnung zu verlieren. Denn es kommt nie so, wie man denkt. Es kommt so, wie man nie gedacht hat.
[ 7. ] Franz Schuh - Fortuna
Zsolnay Verlag; € 22,70

"Ich schreibe über das Glück", schreibt Franz Schuh, "erstens weil ich Glück hatte, und zwar so viel, dass ich damit dem unvermeidlichen Unheil trotzen kann. Zweitens weil ich den Eindruck habe, dass das Glücksstreben alle Menschen gemeinsam haben, dass aber das Glück die Menschen auch voneinander trennt, weil nicht alle, wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen halbwegs glücklich sind." Im Wort "Glück" fließt vieles von dem ineinander, was man von der menschlichen Existenz wissen kann und vielleicht sogar wissen sollte. Von der Ablehnung des Wortes bis zu seiner spekulativen Ausbeutung und zur endgültigen Banalisierung reicht die Bandbreite dieser Betrachtungen zur Philosophie des Glücks.
[ 8. ] Peter Stacher - Entdecke deine Kraft!
Ueberreuter; € 16,95

Nach dem großen Erfolg von "Das Universum steckt in dir" beschäftig sich Peter Stacher in seinem neuen Buch mit der Frage, wie man sein Lebensgefühl durch eine Art "Trainingsprogramm für die Seele" dauerhaft verbessern kann. Er zeigt konkrete Möglichkeiten zu diesem Glücksgefühl zu kommen. durch das man ans Leben glaubt und alles erreichen kann. So entwickelt sich ein neuer, positiver Blick auf das Leben.
[ 9. ] Yuval Noah Harari - Homo Deus
C. H. Beck Verlag; € 25,70

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen - schöpferische wie zerstörerische - und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.
[ 10. ] Pieter M. Judson - Habsburg
C.H. Beck Verlag; € 35,00

Als zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Erblande der Habsburger unteilbar wurden, war damit der Grundstein für eines der mächtigsten europäischen Reiche gelegt. Pieter Judson erzählt die Geschichte dieses Imperiums chronologisch vom 18. Jahrhundert bis zu dessen Auflösung am Ende des Ersten Weltkriegs. Dabei berücksichtigt er neben der politischen Geschichte immer auch den Alltag der Menschen an der Peripherie. So gerät eine Gesellschaft in den Blick, die zwar vielsprachig war, aber erst im Laufe des nationalistischen 19. Jahrhunderts "Völker" voneinander abgrenzte. Deren territoriale Geschlossenheit war jedoch eine Illusion: Als Europas zweitgrößter Staat 1918 zerbrach, waren die Nachfolgestaaten ihrerseits kleine "Vielvölkerreiche" Pieter Judsons eindrucksvolle Geschichte lässt das Kaiserreich der Habsburger in erfrischend neuem Licht erscheinen.